Das bekannte Lehrbuch von Thomas Hoeren zum Internetrecht liegt in einer überarbeiteten Auflage vor und ist frei zugänglich im Netz erhältlich.

Auf S. 123-125 geht Hoeren ausdrücklich auf Kopienversanddienste und § 53a UrhG-E ein. Bei den Literaturhinweisen auf S. 123 ignoriert er allerdings einschlägige Veröffentlichungen aus bibliothekarischen Fachzeitschriften. Hier zeigt sich leider einmal mehr, daß zwischen dem bibliotheksrechtlichen und dem juristischen Diskurs jedenfalls aus Sicht der Rechtswissenschaftler kaum Berührungen vorkommen. Aber auch die relevante juristische Literatur ist kaum verarbeitet, so fehlen etwa:

Artur-Axel Wandtke; Ferdinand Grassmann: Einige Aspekte zur gesetzlichen Regelung des elektronischen Kopienversand im Rahmen des "Zweiten Korbs", in: ZUM 2006, H. 12, S. 889-897.
oder
Georg Sandberger, Behindert das Urheberrecht den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen?, in: ZUM 2006, H. 11, S. 818-828.

Das in Bibliothekskreisen heiß diskutierte DBV-Börsenverein-Papier vom Januar wurde ebenfalls nicht erwähnt. Schade. Gerade ein Online-Lehrbuch könnte durch besondere Aktualität punkten.

Gleichwohl ist das Lehrbuch zu empfehlen, denn es gibt auf viele Fragen des Internetrechts Auskunft. Allerdings ist die Lektüre für Nicht-Juristen nicht immer einfach.

Quelle: Thomas Hoeren: Internetrecht, Stand: März 2007.
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