Der Münchener Jurist Gerd Hansen hat in einem sehr ausführlichen Aufsatz in GRUR 2005, Heft 5 einen urhebervertragsrechtlichen Vorschlag für ein Zweitveröffentlichungsrecht gemacht.

Danach soll Wissenschaftlern, die überwiegend mit öffentlichen Geldern forschen, ein verbindliches Recht zustehen, Zeitschriftenaufsätze sechs Monate nach Erscheinen anderweitig zu publizieren.

Der Vorschlag Hansens hat Eingang gefunden in die Stellungnahme des Bundesrates zum Zweiten Korb des Urheberrechtsgesetzes.

Quelle: Gerd Hansen, Zugang zu wissenschaftlicher Information - alternative urheberrechtliche Ansätze, in: GRUR 2005, Heft 5, S. 378-388.
Hier eine Online-Fassung des Beitrages.

Hansen setzt sich in seinem Beitrag intensiv und im Ergebnis ablehnend mit Pflüger/Ertmann: "E-Publishing und Open Access - Konsequenzen für das Urheberrecht im Hochschulbereich"
ZUM Heft 6/2004, S. 436-443, die eine Publikationspflicht für Wissenschaftler auf Hochschulservern fordern, auseinander.
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Die Aufsätze von Pflüger/Ermann und Hansen sind grundlegend für die Diskussion um Rechtspflichten von Open Access in der Hochschule.

Eine allgemeiner verständliche Fassung von Hansens These findet sich hier: Gerd Hansen, Urheberrecht für Wissenschaftler - Risiken und Chancen der Urheberrechtsreform für das wissenschaftliche Publizieren, in: In die Zukunft publizieren. Herausforderungen an das Publizieren und die Informationsversorgung in den Wissenschaften. Tagungsband zur 11. Jahrestagung der IuK-Initiative der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland, Hg. v. Maximilian Stempfhuber, Bonn 2006, S. 9-19
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Zum genannten Bundesratsentwurf siehe auch hier:
Blogbeitrag vom 20. Juni 2006