In einem Aufsatz in K&R kommt Jan Dirk Roggenkamp zu dem Ergebnis, dass das Cachen von Seiten durch Suchmaschinen dem deutschen, nicht aber dem amerikanischen Urheberrecht widerspricht.

Während sich das amerikanische Recht mit dem "fair use" zu helfen versteht, gibt es im deutschen Urheberrecht dazu keine Entsprechung. Roggenkamp verneint die Anwendung von § 44a UrhG, auch die Schranken der §§ 51, 52a und 53 UrhG greifen nicht ein. Ebenfalls nicht einschlägig soll eine konkludente Einräumung eines Nutzungsrechts durch das Einstellen des Werkes ins Netz auf Grundlage des "Wesens des Internet" sein.

Das Ergebnis: der Urheber kann einen Unterlassungsanspruch nach § 97 UrhG geltend machen.

Quelle: Jan Dirk Roggenkamp, Verstößt das Content-Caching von Suchmaschinen gegen das Urheberrecht?, in: K&R 2006, H. 9, S. 405-409.